Österreich: Theologische Fakultät fördert islamischen Unterricht
Das sagte die katholische Theologin Monika Prettenthaler jetzt in Graz. Die Fakultät setze auf „Integration durch interreligiöse Bildung“, um zu angemessenen didaktischen und qualitativen Rahmenbedingungen für den Religionsunterricht aller anerkannten Religionsgesellschaften beizutragen. Im Blickfeld seien interreligiöse Aktivitäten in Schulen, Fortbildungen und juristische Rahmenbedingungen, erklärte Meanovi.
Die Grundlage bildet eine empirische Erhebung über die Situation des islamischen Religionsunterrichts in der Steiermark und in Kärnten. An exemplarischen Schulstandorten soll in einem nächsten Schritt ein gemeinsamer Religionsunterricht von muslimischen und katholischen SchülerInnen erprobt und evaluiert werden. Durch die dabei stattfindende wechselseitige Begegnung der Schüler soll das Verständnis für die je anderen religiösen Überzeugungen gesteigert werden, so das Ziel der Religionspädagogen.
Da es im Süden Österreichs bisher keine Ausbildung für muslimische Religionspädagogen gibt, wird im Zuge des Forschungsprojekts zudem eine Weiterbildungsreihe für bereits im Dienst stehende muslimische Religionslehrkräfte konzipiert, durchgeführt und evaluiert. Dies solle zur Qualitätssicherung ebenso beitragen wie zu interreligiösen Lerneinheiten gemeinsam mit katholischen Religionslehrern anregen.
(kap - sk)
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