Caritas und katholische Kirche in Münster unterstützen Demo gegen Rechtsextremismus
Veranstalter der Demonstration und Polizei rechnen mit einer fünfstelligen Teilnehmerzahl zur Kundgebung auf dem Prinzipalmarkt. Der Domplatz dient daher als Ausweichfläche. Dort wird eine zweite Bühne aufgebaut sein, auf der über eine Leinwand das Programm auf der Hauptbühne auf dem Prinzipalmarkt übertragen werden wird.
Der St.-Paulus-Dom mit Domkapitel und Dompropst Hans-Bernd Köppen in Münster haben sich vorbereitet auf den Protest und unter anderem EU-Flaggen gehisst anlässlich der Demo gegen den AfD-Neujahrsempfang am Freitag, 16. Februar, im Historischen Rathaus in Münster.
Dompropst Köppen macht deutlich: „Seitens des St.-Paulus-Doms möchten wir Flagge zeigen für Menschenwürde und Nächstenliebe. Wir setzen uns ein für eine solidarische, tolerante und vielfältige Gesellschaft. Jeder Form von Ausgrenzung, Hass, Rassismus und Antisemitismus werden wir entschlossen entgegentreten“, wird er in einer Pressemitteilung zitiert.*
Caritas ruft Mitarbeiter zu Demo auf
Auch die örtliche Caritas ist aktiv und hat ihre Mitarbeitenden aufgerufen, an der Demo teilzunehmen.
„Als Caritas stehen wir für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt“, betont auch Diözesancaritasdirektor Dominique Hopfenzitz in einer Pressemitteilung der Caritas vom Donnerstag. „Deshalb senden wir morgen ein klares Signal in die Gesellschaft und an die demokratischen Parteien: Die Mehrheit in unserem Land will in Frieden, Freiheit, Vielfalt und Gerechtigkeit leben.“ Die derzeitigen Demonstrationen für demokratische Werte und gegen menschenverachtendes Gedankengut kommen laut Hopfenzitz aus der Mitte der Gesellschaft und werden von einer breiten Mehrheit der Bevölkerung mitgetragen, die für eine tolerante Gesellschaft steht.
Solidarität als Antwort
„Unsere Antwort auf die gesellschaftlichen Herausforderungen lautet: Solidarität“, unterstreicht der Diözesancaritasdirektor. Der gesellschaftliche Auftrag der Caritas sei, sich auch für Menschen einzusetzen, die von Ausgrenzung bedroht sind. „Wir als Caritasverband für das Bistum Münster fordern alle Bürgerinnen und Bürger zur aktiven Beteiligung auf: zur stetigen Teilnahme an Demonstrationen gegen menschenverachtende Tendenzen, zur Unterzeichnung von Petitionen, zur Kontaktaufnahme mit Abgeordneten oder eigenem politischen Engagement.“ Mindestens ebenso wichtig sei auch das aktive Eintreten aller für die Demokratie und gegen Rechtsextremismus, so Hopfenzitz: „Wir müssen da, wo uns Entrechtung, Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung begegnen, aufstehen und dagegenhalten!“
Social Media Aktion gestartet
Unter dem Hastag #WirStehenAuf haben die Caritas und das Bistum Münster bereits Anfang Februar auch in den Sozialen Medien zum Einsatz für Demokratie und Zusammenhalt aufgerufen. Dazu gibt es ein Video, das auf den Instagram- und Facebook-Kanälen des Bistums Münsters und denen der Caritas Münster zu sehen ist.
* Dieser Absatz wurde ergänzt um 16.30 Uhr, 15.2.2024
(pm - sst)
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