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Papst Franziskus Papst Franziskus 

Papst: „Die Freude Gottes ist attraktiv und ansteckend!“

Manchmal scheinen tausend Dinge wichtiger als das Gebet oder wir fühlen uns irgendwie müde, mit Jesus zu sein; aber wie die Jünger im Garten Gethsemane lädt uns Jesus ein, dort zu bleiben, bei ihm. Daran erinnerte der Papst in einem Brief an Ordensfrauen, die bald des 100. Todestages der Gründerin ihrer Kongregation, der seligen Maria Margherita Caiani, gedenken.

Mario Galgano - Vatikanstadt

„Erlauben wir dem Herrn, mit uns vereint zu bleiben“, schreibt der Papst in dem Brief, der an diesem Samstag vom Vatikan veröffentlicht wurde. Denn die Freude Gottes ziehe alle an und sei ansteckend. Die Selige hatte 1902 die dem heiligen Franziskus gewidmeten Kongregation der Minimitinnen vom Heiligsten Herzen gegründet. An diesem Samstag beginnen die Feierlichkeiten zum Gedenktag der seligen Mutter Caiani, die am 8. August 1921 verstarb.

Es sei eine Gnade, ein dankbares und versöhntes Herz mit der Vergangenheit und Augen voller Hoffnung auf das Morgen zu haben; wehe aber, wenn man vor dem Heute, in dem wir zu leben und zu arbeiten berufen seien, in eine Vergangenheit flüchte, „die nicht mehr ist, oder in ein Morgen, das noch nicht ist“, so der Papst. Mutter Caiani hatte die Ordensgemeinschaft Minimitinnen genannt, um zu betonen, „was der Stil Ihres Lebens sein sollte: der Stil der Kleinheit“, erläuterte Franziskus.

Franziskanisch orientiert, in der Bescheidenheit verankert und aus da Heiligste Herz gerichtet; dies seien die Quelle der Nächstenliebe, in der die Minimitinnen verwurzelt seien. „Die Liebe, die Jesus zu uns hat, blendet uns nicht mit großen Spezialeffekten, die bald verblassen, sondern sie ist eine konkrete und treue Liebe, die aus Nähe besteht, aus Gesten, die uns erheben und uns Würde und Vertrauen schenken“, so Franziskus. Und der erste Ort, an dem diese einfache und konkrete Liebe gelebt werden könne, sei ihre Gemeinschaft.

Unser ganzes Leben sei dazu berufen, mit der Gnade des Geistes zum Gebet zu werden. Deshalb müssten wir dem Herrn erlauben, immer mit uns vereint zu bleiben. „Und so verwandelt Er uns Tag für Tag, indem Er unsere Herzen immer mehr den Seinen ähnlich macht.“

Das Schreiben des Papstes trägt das Datum von diesem Samstag und ist mit der Ortsangabe „San Giovanni in Lateran“ in Rom vermerkt.

(vatican news)

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08. August 2020, 12:14
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