Gebetsanliegen für den April: Für den Gebrauch der neuen Technologien
Silvia Kritzenberger - Vatikanstadt
„Beten wir, dass der Gebrauch der neuen Technologien nicht die menschlichen Beziehungen ersetzt, die Würde der Personen respektiert und hilft, uns den Krisen unserer Zeit zu stellen,“ so das Anliegen des Papstes in dem Gebetsvideo, das der Vatikan diesen Dienstag veröffentlicht hat. „Wie sehr würde ich mir wünschen, dass wir weniger auf die Bildschirme und mehr in die Augen der anderen schauen!“ bringt das Kirchenoberhaupt die in unserer Zeit weit verbreitete Isolation und den häufigen Mangel an echten Beziehungen auf den Punkt.
„Technologie ist eine Frucht der uns von Gott geschenkten Intelligenz. Aber sie muss gut genutzt werden. Sie darf nicht nur einigen wenigen zugutekommen, während andere ausgeschlossen werden,“ so Franziskus. „Wenn wir mehr Zeit mit unseren Handys als mit Menschen verbringen, stimmt etwas nicht.“
Cybermobbing und Hass in sozialen Netzwerken zeigten nur allzu deutlich, dass uns der Bildschirm vergessen lasse, „dass es dahinter wirkliche Menschen gibt, die atmen, lachen und weinen,“ gibt der Papst weiter zu bedenken.
Technologie in den Dienst des Menschen stellen
Um diese Gefahren zu vermeiden, ruft das Kirchenoberhaupt dazu auf, die Technologie in den Dienst des Menschen zu stellen. „Die Technologie nutzen, um zu einen, nicht um zu spalten. Um den Armen zu helfen. Um das Leben von Kranken und Menschen mit Behinderungen zu verbessern. Die Technologie nutzen, um für unser gemeinsames Haus Sorge zu tragen. Um uns als Brüder und Schwestern zu begegnen,“ so der konkrete Rat des Papstes.
Die neuen Technologien dürften uns nicht den anderen und der Realität entfremden. Daher fordert Franziskus in seiner Videobotschaft, dass wir „einander in die Augen sehen“. Auf diese Weise könnten wir nämlich „entdecken, was wirklich zählt: dass wir Brüder und Schwestern, Kinder desselben Vaters sind.“
Am Ende des Videos bittet das Kirchenoberhaupt, darum zu beten, „dass der Gebrauch der neuen Technologien nicht die menschlichen Beziehungen ersetzt, die Würde der Personen respektiert und hilft, uns den Krisen unserer Zeit zu stellen.“
Hintergrund
Das Video mit den Gebetsanliegen des Papstes ist ein Projekt des „Weltweiten Gebetsnetzwerks des Papstes“. In kurzen Videos geht Franziskus jeden Monat auf eine der Herausforderungen ein, vor denen die Menschheit und die Kirche aktuell stehen. Seit 2016 wurde das Papst-Video in den sozialen Netzwerken des Vatikans mehr als 182 Millionen Mal aufgerufen und in mehr als 23 Sprachen übersetzt.
(vaticannews - skr)
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