Vatikan: Kinderklinik nimmt schwer krankes Kleinkind auf
Das Kind leidet an einer komplizierten Erkrankung des Immunsystems: Hämophagozytische Lymphohistiozytose (HLH). Man wolle in Rom die pharmakologische Behandlung fortsetzen und weitere Tests durchlaufen, bis eine für Mitte Dezember geplante Stammzelltransplantation abgeschlossen ist.
Allgemeinzustand des kleinen Alex ist gut
Der Allgemeinzustand des kleinen Alex sei „gut“, heißt es in einer Stellungnahme des Krankenhauses. In Rom wolle man mit der in London begonnenen Behandlung fortfahren. Die am Great Ormond Street Hospital eingeleitete Behandlung trage zur Eindämmung der Krankheit bei und solle bis zum Beginn der Transplantation fortgesetzt werden. Gleichzeitig würden bei den Eltern des Kindes Screening-Tests durchgeführt, um ihre Eignung zu einer Stammzellspende festzustellen.
Der Fall Alfie
Die römische Spezialklinik Bambino Gesù hatte bereits in jüngster Zeit zwei Mal angeboten, schwersterkrankte Kleinkinder aus England weiter zu behandeln. Im April hatten britische Gerichte eine Überweisung des knapp zweijährigen Alfie Evans nach Rom untersagt. Die Eltern und Papst Franziskus hatten dafür plädiert, trotz der geringen Chancen dort noch weitere Behandlungsmöglichkeiten zu testen. Im Sommer 2017 hatte Bambino Gesù angeboten, das todkranke britische Baby Charlie Gard aufzunehmen. Im Fall von Alex stehen die Chancen einer Heilung aber deutlich besser als bei Alfie und Charlie.
(kna – mg)
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