Niederlande: Konflikt in Amsterdams russischer Gemeinde
Nach Presseangaben gibt es zwischen der Gemeinde und dem zuständigen Erzbischof Elisey Streit um die in der Liturgie vorgesehene Nennung des Moskauer Patriarchen Kyrill. Wegen dessen „voller Unterstützung“ für die Invasion der Ukraine hatte die Gemeinde entschieden, Kyrills Namen nicht mehr zu nennen.
In der Gemeinde feiern orthodoxe Christen verschiedener Nationalitäten seit Jahren gemeinsam Gottesdienst. Vorletzte Woche hatte sie bereits eine Petition lanciert, in der Kyrill aufgefordert wird, ein Ende der Invasion in der Ukraine zu verlangen.
Sicherheitsmaßnahmen verstärkt
Inzwischen haben niederländische Behörden Sicherheitsmaßnahmen rund um die Kirche verstärkt. Vier Priester der Gemeinde und der Diakon teilten am Samstag mit, ihnen sei es nicht mehr möglich, „innerhalb des Moskauer Patriarchats zu arbeiten und ihren Gläubigen ein geistig sicheres Umfeld zu bieten“.
Man habe Metropolit Athenagoras von Belgien, den Niederlanden und Luxemburg - den Vertreter des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel - gebeten, in seine Diözese aufgenommen zu werden.
(kap – sk)
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