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USA: Bischöfe unterstützen Trump-Dekret zu Transgender

In den ersten Tagen seiner Präsidentschaft hat Donald Trump mehrere Rechte von Transgender-Menschen gestrichen. Das Verbot von Geschlechtsangleichungen bei Minderjährigen ist dabei ein Aspekt, den die katholische Kirche begrüßt.

Die Ausführlichkeit der Stellungnahme von Robert Barron zeigt: Dem katholischen Bischof liegt das Thema Geschlechtsumwandlung sehr am Herzen. Der Vorsitzende des Ausschusses der US-Bischofskonferenz für Laien, Ehe, Familienleben und Jugend äußerte sich dankbar für das jüngste Präsidialdekret, mit dem Donald Trump medizinische Geschlechtsangleichungen bei Menschen vor dem 19. Lebensjahr unterbinden will.

Der am Dienstag unterzeichnete Erlass mit dem Titel „Schutz von Kindern vor chemischer und chirurgischer Verstümmelung“ untersagt der Bundesregierung in Washington jegliche Förderung oder Finanzierung von Transgender-Behandlungen bei Minderjährigen. „Diese gefährliche Entwicklung wird ein Schandfleck in der Geschichte unserer Nation sein, und sie muss enden“, erklärte Trump bei der Unterzeichnung.

Irreversible medizinische Eingriffe

In dem Dekret bezeichnet der Präsident die Möglichkeit, dass Erwachsene das Geschlecht eines Kindes durch irreversible medizinische Eingriffe ändern können, als radikale und falsche Entwicklung. „Unzählige Kinder bereuen später, dass sie verstümmelt wurden“, heißt es in dem Erlass weiter, „und beginnen zu begreifen, dass sie niemals eigene Kinder bekommen oder durch Stillen nähren können.“

„falsches Verständnis der menschlichen Natur“

Bischof Barron begrüßt die Anordnung; sie verbiete Verfahren, „die auf einem falschen Verständnis der menschlichen Natur basieren“. Der für die Frage zuständige Ausschussvorsitzende der US-Bischofskonferenz warnt eindringlich vor den Folgen geschlechtsangleichender Behandlungen. „So viele junge Menschen, die Opfer dieses ideologischen Feldzugs wurden, bereuen zutiefst die lebensverändernden Konsequenzen wie Unfruchtbarkeit und lebenslange Abhängigkeit von teuren Hormontherapien mit erheblichen Nebenwirkungen“, so der Bischof von Winona-Rochester in Minnesota.

Barron beruft sich auf den Papst

Der konservative Bischof beruft sich auf die Position von Papst Franziskus, der 2024 in seinem Lehrschreiben „Dignitas infinita“ betont hatte, dass „wir aufgerufen sind, das Geschenk unseres als Mann und Frau geschaffenen Körpers im Ebenbild Gottes anzunehmen“. Gleichzeitig unterstrich Barron die Notwendigkeit, Betroffenen zu helfen. Gott liebe sie, und sie besäßen die gleiche Würde wie alle Menschen. „Sie verdienen Fürsorge, die heilt statt schadet.“

Die Stellungnahme des Bischofs im Kontext der restriktiven Transgender-Politik der Trump-Regierung erscheint aus Sicht der Betroffenen problematisch. Denn das Dekret zu Geschlechtsangleichungen bei Jugendlichen ist nur einer von mehreren Präsidentenerlassen, die massiv die Frage nach den Rechten von Transgender-Personen aufwerfen.

Trump schloss in der vergangenen Woche bereits Transgender-Personen vom Militärdienst aus. Zudem ordnete er an, dass Transgender-Frauen in Bundesgefängnissen nicht mehr in Frauengefängnissen untergebracht werden dürfen und ihnen dort die geschlechtsangleichende medizinische Versorgung verweigert wird.

1,6 Millionen Transgender-Personen

Laut einer Studie der University of California in Los Angeles von 2022 leben in den USA etwa 1,6 Millionen Menschen, die sich als Transgender identifizieren. Fast die Hälfte von ihnen ist zwischen 13 und 24 Jahre alt. Eine Untersuchung von Versicherungsdaten ergab, dass zwischen 2018 und 2022 insgesamt lediglich 926 Jugendliche mit privater Krankenversicherung und entsprechender Diagnose Pubertätsblocker erhielten - alle über zwölf Jahre alt.

Der Fall von Dee Farmer zeigt exemplarisch, worum es bei den Rechten von Transgender-Personen geht. Die Trans-Aktivistin erreichte 1994 vor dem Obersten Gericht ein wegweisendes Urteil. Das Gericht bestätigte damals die besondere Schutzbedürftigkeit von Trans-Häftlingen und die Pflicht des Staates, sie vor Gewalt zu schützen. „Trumps Dekrete widersprechen dem, was der Supreme Court in meinem Fall festgestellt hat“, kritisiert Farmer, die heute die Gefängnis-Interessenvertretung Fight4Justice leitet.

Rechtsexperten wie David Cole von der Georgetown University sehen gute Chancen, dass Trumps Dekrete vor Gericht scheitern werden. „Die Regierung kann nicht einfach per Federstrich grundlegende Schutzrechte aufheben, die der Supreme Court und zahlreiche Bundesgerichte bestätigt haben“, sagte Cole dem Radiosender NPR. „Dieser Versuch wird vor Gericht keinen Bestand haben.“

(kna – pr)
 

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31. Januar 2025, 10:37
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