Kolumbien: Übergriffe auf Zivilisten in Catatumbo
Seit Jahrzehnten sei es in Kolumbien nicht mehr zu einer Vertreibung von Zivilisten in diesem Ausmaß gekommen, berichtet die Menschenrechts-NGO über die Folgen des Terrors. Gewaltsame Übergriffe auf die Lokalbevölkerung würden sowohl von der Rebellengruppe ELN sowie von der 33. Front der FARC-Dissidenten, einer Abspaltung der ehemaligen FARC, verübt. Eine für die Region zuständige Mitarbeiterin von „Human Rights Watch“ referierte laut Sir, Betroffene hätten über die Rekrutierung von Kindern und Zwangsarbeit berichtet. Die staatlichen Behörden schützen die Menschen kaum.
Kirche tut, was sie kann
Die Ortskirche bemühe sich in dieser Lage um die Linderung der Not. Pfarrer und andere kirchliche Kräfte leisteten der leidenden Bevölkerung geistliche und humanitäre Hilfe. Das berichtete der Bischof Ocaña, Orlando Olave, in einem Interview mit Adn-Celam. Tausende Familien hätten ihre Häuser infolge der Zusammenstöße zwischen den bewaffneten Gruppen verlassen müssen. Ausgelöst worden sei die Eskalation durch eine Offensive der Nationalen Befreiungsarmee (ELN), die von den FARC-Dissidenten massiv beantwortet wurde.
Kampf um Vormachtstellung
Die Provinz Catatumbo liegt im nordöstlichen Departement Norte de Santander. In dem Grenzgebiet zu Venezuela kämpfen rivalisierende Gruppen um die Kontrolle des Kokainhandels und terrorisieren die Bevölkerung. Rund 80.000 Zivilisten sind von dem Konflikt betroffen, 23.000 von ihnen sind in den ländlichen Gebieten der Provinz zwangsweise isoliert. Die katholische Kirche bemüht sich angesichts der Spannungen seit jeher um Dialog und Deeskalation und unterstützt die Bevölkerung moralisch und materiell.
(vatican news – pr)
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