Österreich: Theologe neuer OSZE-Sonderbeauftragter gegen Rassismus
Sein Mandat umfasst dabei auch einen besonderen Fokus auf Intoleranz und Diskriminierung gegenüber Christen sowie Angehörigen anderer Religionen. Die Ernennung erfolgte offiziell durch die finnische Außenministerin Elina Valtonen am 11. März. Finnland hat in diesem Jahr den OSZE-Vorsitz inne und übernahm die Funktion zum Jahreswechsel von Malta.
Palaver lehrte bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2023 Systematische Theologie an der Universität Innsbruck. Seine wissenschaftliche Arbeit konzentriert sich insbesondere auf Themen wie Gewaltfreiheit, Religion und gesellschaftlichen Frieden. Der international anerkannte Theologe ist außerdem Präsident von Pax Christi Österreich.
In dem Ernennungsschreiben betont die finnische Vorsitzführung die besondere Relevanz der OSZE-Grundprinzipien, wie sie in der Helsinki-Schlussakte von 1975 festgelegt wurden. Diese Prinzipien seien aktueller denn je und müssten entschlossen verteidigt werden, so Außenministerin Valtonen. Zu den Schwerpunkten der finnischen Präsidentschaft zählen neben der Unterstützung der Ukraine auch der Einsatz für Geschlechtergerechtigkeit, die Stärkung der Zivilgesellschaft sowie die Förderung der Beteiligung von Jugendlichen und Menschen mit Behinderungen an der OSZE-Arbeit, hieß es.
In einer der Nachrichtenagentur Kathpress vorliegenden Stellungnahme bedankte sich Palaver für das entgegengebrachte Vertrauen. Zugleich bekräftigte er seine Unterstützung für die territoriale Integrität, Souveränität und Unabhängigkeit der Ukraine und unterstrich die Bedeutung der OSZE als zentrale Institution zur Förderung von Sicherheit, Frieden, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten.
(kap – gs)
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