Vatikanische Museen. Das Licht, das die Finsternis vertreibt
Émile Bernard, Résurrection (Auferstehung), 1925-30, Öl auf Karton, Sammlung für moderne und zeitgenössische Kunst ©Musei Vaticani
Émile Bernards Auferstehung ist die bildliche Umsetzung einer nie vollendeten Zeichnung des Michelangelo aus dem Jahr 1532 und zeugt von dem anhaltenden Interesse des Malers an der italienischen Kunst. Das Genie des Michelangelo wird hier zur Inspirationsquelle für eine Reflexion, die von dem tiefen Mystizismus bestimmt wird, der sich durch Bernards gesamtes künstlerisches Schaffen zieht. Ein Schaffen, das unter dem Einfluss seiner ersten Kontakte in Paris mit van Gogh und Toulouse-Lautrec begann, und dank der Freundschaft mit Gauguin fortgesetzt wurde, mit dem er 1888 die Schule von Pont-Aven gegründet hatte. Getreu dem Original, von dem er nur die Haltung des auferstandenen Christus und das Grabtuch verändert, verwendet Bernard eine ausdrucksstarke Bildsprache, die durch die dramatischen schwarzen Umrisse der Figuren und den markanten Hell-Dunkel-Kontrast betont wird.
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„Männer und Frauen des dritten Jahrtausends! Das Ostergeschenk des Lichtes,
das die Finsternis von Angst und Trauer vertreibt, gilt allen! Das Geschenk des Friedens vom auferstandenen Christus, der die Ketten von Hass und Gewalt zerreisst, gilt allen!
Entdeckt heute mit Freude und Staunen, dass die Welt nicht mehr Sklavin ist von Ereignissen, die man nicht abwenden kann. Diese unsere Welt kann sich ändern:
Der Friede ist möglich auch da, wo man schon viel zu lange
kämpft und stirbt!“
(Johannes Paul II. – Osterbotschaft “Urbi et Orbi” 2001)
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von Paolo Ondarza
(vaticannews - skr)
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