Prior von Taize würdigt Bedeutung der Genf-Reise des Papstes
Die „ökumenische Pilgerfahrt“ des Papstes nach Genf sei ein „Meilenstein auf dem Weg zur Einheit der Christen“ und erinnere daran, dass die Gründer des Weltkirchenrats und der Gemeinschaft von Taize von „derselben Leidenschaft für die Einheit“ erfüllt waren. Sie hätten die Vision einer neuen Etappe des Weges für die getrennten Kirchen, „einer Etappe der Gemeinschaft und Geschwisterlichkeit unter Christen“, im Hinblick auf den Frieden nach der Katastrophe des Zweiten Weltkrieges gehabt. Papst Franziskus habe seit seinem Amtsantritt alles getan, um diesen Wunsch nach Einheit wiederzubeleben.
Der Papst stelle Fragen, die für alle von Bedeutung seien: Wie können die Unterschiede zur gegenseitigen Bereicherung beitragen? Wie kann gesichert werden, dass der Respekt der gesunden Verschiedenheit nicht die „Dynamik der Einheit“ beeinflusst? Können die Christen angesichts der Tendenzen zur Re-Nationalisierung und zur Behauptung der Identität zeigen, dass alle einander brauchen?
Taize lade die Kirchen ein, über die Weltgebetswoche für die Einheit der Christen hinaus andere Möglichkeiten für das gemeinsame Gebet und das „gelebte Teilen“ zu finden, so Frere Alois: „Machen wir alles, was möglich ist, gemeinsam“.
Eine internationale ökumenische Gemeinschaft
Der aus Deutschland stammende Katholik Alois Löser ist seit 2005 Prior der Bruderschaft von Taize. Der kleine Ort in Burgund wurde Treffpunkt für Jugendliche aus aller Welt. Der Gemeinschaft, die von Frere Roger Schutz (1915-2005) gegründet wurde, gehören rund 100 Brüder aus mehr als 25 Ländern an, die aus verschiedenen evangelischen und aus der katholischen Kirche stammen. Sie steht für eine Aussöhnung zwischen den Konfessionen, europäische Verständigung und einen einfachen Lebenswandel.
(kap - cs)
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