Kongo: Kardinal und Präsident klären „Missverständnisse“
Das Verhältnis zwischen Regierung und Bischöfen war in jüngster Zeit schweren Spannungen ausgesetzt. Nach kritischen Äußerungen Kardinal Ambongos hatte der Generalstaatsanwalt angekündigt, ein Gerichtsverfahren gegen den Kardinal anzustrengen. Am Ende des Gesprächs zwischen Ambongo und dem Staatspräsidenten hieß es nun, dass Staat und Kirche darin übereinstimmten, für das Wohl des kongolesischen Volkes und des Landes arbeiten zu wollen.
Bei dem Treffen war auch der Geschäftsträger der päpstlichen Nuntiatur, Erzbischof Andriy Yevchuk, anwesend. Im Anschluss erklärte Kardinal Ambongo, dass dieses Treffen notwendig gewesen sei, um Themen zu klären, „die vielleicht Unbehagen ausgelöst haben“. Aus seiner Sicht habe es „mehr Missverständnisse als ein echtes Problem“ gegeben. Ambongo würdigte Tshisekedis Engagement, damit Kongo „auf der internationalen Bühne wieder respektiert“ werde.
„Mehr Missverständnisse als ein echtes Problem“
Wörtlich sagte Kardinal Ambongo: „Wir sind dazu verurteilt, Hand in Hand zusammenzuarbeiten, für das Wohlergehen dieses Volkes und für das Wohl unseres Landes, das heute aufgrund der Gier von Nachbarländern in Gefahr ist“.
Ende April hatte Generalstaatsanwalt Firmin Mvonde Mambu angeordnet, ein Verfahren gegen Ambongo „wegen aufrührerischer Äußerungen“ zu eröffnen. Daraufhin erhielt der Erzbischof von Kinshasa viele Unterstützungsbotschaften, insbesondere von der Bischofskonferenz und den Ordensoberen des Kongo sowie vom Verband westafrikanischer Bischofskonferenzen.
(vatican news – sk)
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